Du musst nicht jahrelang deine Kindheit aufarbeiten
Es reicht, einmal gründlich zu verstehen, was deine Muster sind. Dann geht es darum, die Magnete langsam zu lösen und deinem Körper neue Erfahrungen zu ermöglichen.
Warum Magnete? Weil wir elektro-magnetische Wesen sind. Durch unsere Zellen und Nervenbahnen fließen schwache elektrische Ströme. Unser Blut ist eisenhaltig und dadurch leicht magnetisch. Das ist die physikalische Seite dessen was wir Anziehung und Resonanz nennen. Auf biochemischer Ebene sind es Hormone und Genetik. Auf feinstofflicher Ebene unsere Schwingung, unser Bewusstseinszustand, unsere Ausrichtung. Alles zusammen könnte man Energetik nennen.
Das Blut ist der wesentliche energetische Träger dieses Bewusstseinszustandes. Schon Goethe wusste: Blut ist ein ganz besonderer Saft. Deshalb ist Ernährung wichtig. Energetische Hygiene. Was deine Zellen nicht tragen können das kann sich in dir nicht dauerhaft manifestieren.
Wenn wir etwas können ohne es gelernt zu haben, sagen wir: Das liegt mir im Blut. Das sind die Talente die wir schon mitgebracht haben. Aber auch unsere geistigen Anhaftungen, emotionale Zustände oder energetische Verdichtungen sind dort abgespeichert. Das sind geistige Verklumpungen, das Bewusstsein fließt nicht frei.
Wenn du Dinge verstanden hast aber noch nicht umsetzen kannst sind sie dir noch nicht ins Blut übergegangen. Wenn du deine Muster erkannt hast aber trotzdem morgen wieder so handelst wie gestern, dann hat sich die Energetik noch nicht geändert. Sei geduldig mit dir. Muster, die sich über viele Inkarnationen energetisch aufgebaut und verdichtet haben, lösen sich nicht über Nacht auf.
Es mag deinen Verstand beruhigen zu wissen, wo deine Themen herkommen. Wobei du meist keinen zeitlichen Anfang finden wirst. Dein Thema zeigt sich in deinen frühesten Kindheitserfahrungen. Aber vermutlich auch in der Ahnenreihe. Im Familiensystem. In früheren Leben.
Wann hat das angefangen? Das ist nicht so wichtig und du wirst es vielleicht nie ganz aufklären können. Es ist alles nur ein Echo der Urwunde. Die Urwunde ist die Trennung, das Herausfallen aus der göttlichen Verbundenheit. Eine Illusion, denn wir waren nie getrennt. Die Illusion wirkt trotzdem.
Wichtiger ist zu verstehen, dass es sich durch verschiedene Ebenen deiner seelischen Existenz zieht – und nun bereit ist durchschaut und integriert zu werden. Sonst würdest du diesen Text nicht lesen.
Wie wird es integriert? Das ist, worin ich Klienten unterstütze denn nach 40 Jahren in diesem Prozess hab ich ein bißchen Übung darin. 😉
Erster Schritt: Verstehen. Erhöre dich. Mitgefühl aber kein Urteil. So war das eben bisher. Nach einer Sitzung ist dein Thema verstanden.
Zweiter Schritt: Kleine Veränderungen. Ein dünnes Blatt Papier zwischen die Magnete schieben. Es gelingt selten sich komplett in einem Rutsch zu lösen. Und wenn, dann gibt es Rückfälle. Der neue Zustand war noch nicht stabil. Daher lieber ein kleiner Schritt und dann Pause, sich im neuen Feld akklimatisieren. Dann wieder ein bißchen. Und so weiter.
Erwarte nicht linearen Fortschritt. Was sich anfühlt wie ein Hin und Her ist in Wahrheit ein sich langsam und zyklisch herauslösen. Erst mit zeitlichem Abstand erkennst du wie viel sich verändert haben. Oder andere spiegeln es dir.
Wie bringst du ein Papier zwischen die Magnete? Das Reiz-Reaktionsmuster aufweichen. Nicht mehr sofort reagieren sondern innerlich eine Tasse Tee trinken. Beobachten, nichts tun. Oder etwas anderes als bisher.
Neue Erfahrungen sammeln. Gewohnheiten aufbrechen. Neue Rückmeldungen in dein Nervensystem. Ganz allmählich verändert sich dein Leben, vielleicht zunächst unmerklich, doch irgendwann ist es nicht mehr zu übersehen.
Jetzt kannst du liebevoll auf deine Kindheit schauen oder auf die alten Geschichten. Sie sind ein Schatz, sie gehören zu dir. Und zugleich haben sie nichts mit dem zu tun was du heute bist. Sie sind energetisch nicht wirksamer als ein Film den du mal im Kino gesehen hast. Das bist nicht mehr du. Denn du entscheidest heute neu.







